Der Staat fördert die Weiterbildung Ihrer Mitarbeiter

(bisher „Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen“ (WeGebAU), jetzt „Qualifizierungschancengesetz" (QuaChaG))

Seit dem 01.01.2019 ist das neue Qualifizierungschancengesetz in Kraft getreten. Das bisher unter dem Namen WeGebAU bekannte Förderprogramm wird mit dem QuaChaG auf alle Arbeitnehmer ausgeweitet. Unternehmen können die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter vom Staat fördern lassen, werden dadurch finanziell entlastet und profitieren von besser ausgebildeten Mitarbeitern.

Wie hoch sind die Zuschüsse für den Arbeitgeber?
Die Bundesagentur für Arbeit bezahlt einen Teil der Weiterbildungskosten. Stellen Unternehmen ihre Arbeitnehmer während der Weiterbildung bei vollem Gehalt frei, gewährt die Bundesagentur zusätzlich auch Lohnkostenzuschüsse. Wie hoch die Zuschüsse sind, hängt von der Größe des Unternehmens ab:

  • Kleinunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten erhalten eine 100%tige Förderung der Weiterbildungen, die Lohnkostenfortzahlung wird mit 75% bezuschusst.
  • Unternehmen mit 10 bis 249 Mitarbeiter bekommen 50% der Kosten (Weiterbildung und Lohnfortzahlung) erstattet.
  • Unternehmen mit 250 bis 2500 Mitarbeiter bekommen 25% der Kosten erstattet.
  • Größere Unternehmen erhalten noch 15% Zuschuss, besteht ein Tarifvertrag oder eine Betriebsvereinbarung zur beruflichen Weiterbildung kann der Zuschuss auf 20 Prozent steigen.

Voraussetzungen für die Förderung
Laut § 82 SGB III müssen folgende fünf Kriterien erfüllt sein, um eine Weiterbildung über das QuaChaG fördern lassen zu können:
  1. Es werden nur Mitarbeiter gefördert, deren Berufsausbildung mindestens 4 Jahre zurückliegt.
  2. Der Abstand zwischen zwei Weiterbildungen muss mindestens 4 Jahre betragen.
  3. Weiterbildungen, in denen Fähigkeiten für die aktuelle Position des Arbeitnehmers vermittelt werden, können nicht gefördert werden. Die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, die in dem Weiterbildungsangebot vermittelt werden, müssen über ausschließlich arbeitsplatzbezogene, kurzfristige Anpassungsfortbildungen hinausgehen.
  4. Die Weiterbildung muss extern von einem dafür zugelassenen Bildungsträger durchgeführt werden oder im Unternehmen selbst, sofern sie von einem externen Dienstleister angeboten wird.
  5. Die Weiterbildungsmaßnahme muss mehr als 160 Stunden dauern.

    Jede Weiterbildung muss vorab von der Bundesagentur für Arbeit genehmigt werden. Sie gibt dann einen Bildungsgutschein aus, der bei einem zertifizierten Weiterbildungsträger eingelöst werden kann.

Der Arbeitgeberservice der Bundesagentur für Arbeit ist telefonisch unter der bundesweiten, gebührenfreien Hotline 0800 45555 erreichbar.

Die TACHEX GmbH ist ein nach AZAV zertifizierte Weiterbildungsträger und damit berechtigt, Bildungsgutscheine mit der Agentur für Arbeit abzurechnen. Wenden Sie sich bei Fragen gerne an unsere Mitarbeiterin Frau Hurrelbrink unter 0541 760 274 36 oder per Mail an s.hurrelbrink@tachex.de.

Wir freuen uns auf Ihren Anruf.